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Rückenschmerzen

Rückenschmerzen, besonders im unteren Rückenbereich, gehören zu den häufigsten körperlichen Schmerzen. Hier erfahren Sie mehr über die Symptome und Ursachen von Rückenschmerzen und wie Sie diese lindern können.

Rückenschmerzen - und was dahintersteckt

Zwei von drei Österreicherinnen und Österreichern sind zumindest einmal in ihrem Leben von Rückenproblemen betroffen. Die häufigste Ursache dafür sind hartnäckige Verspannungen der Muskulatur.

Die Ursache ist meist leicht herauszufenden: Bewegungsmangel, schlechte Haltung z.B. am Arbeitsplatz, häufiges Heben und Tragen schwerer Lasten mit der falschen Technik und nicht zuletzt auch Übergewicht tragen dazu bei, dass sich die Rückenmuskulatur verspannt und die Wirbelgelenke bzw. Bandscheiben zunehmend belastet werden. Auch Stress wirkt auf den Rücken wie Gift und ist einer der häufigsten Auslöser von Rücken- und Nackenschmerzen.

 

Wenn der Rücken unter Druck gerät

Akute Verspannungen sind meist die Folge einer kurzzeitigen, übergroßen körperlichen Anstrengung - zum Beispiel durch zu schweres Heben, stundenlanges Sitzen oder Verharren in einer Position und sportliche Überanstrengung. Auch Dauerstress und Leistungsdruck hinterlassen ihre Spuren: Sie bewirken einen erhöhten Spiegel an Stresshormonen, der ebenfalls zu Verspannungen führen kann. Ist die Rückenmuskulatur permanent verspannt, kann auch die Wirbelsäule selbst zunehmend in Mitleidenschaft gezogen werden. Schmerzen im Bereich der Wirbelgelenke, hervorgerufen durch eine Schädigung der Bandscheiben, können die Folge sein. Es kann auch zu Irritationen von Nervenwurzeln kommen, was wiederum einschießende brennende Schmerzen verbunden mit Missempfindungen hervorrufen kann. Chronischer Schmerz mit einer Beeeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, der Lebensqualität, der Schlafqualität und der Teilnahme am sozialen Leben kann letztendlich daraus resultieren.

 

Schonhaltung vermeiden

Muskelverspannungen können starke Schmerzen verursachen. Das verleitet naturgemäß dazu, eine Schonhaltung einzunehmen, um die Schmerzen erträglich zu machen. In den meisten Fällen ist das aber kontraproduktiv und sollte vermieden werden. Denn durch die Schonhaltung wird die Bewegungsfreiheit zusätzlich eingeschränkt. Oft kommen auch noch Ängste vor neuen Schmerzen hinzu. Daraus kann ein Teufelskreis aus Verspannung, Schmerzen und psychischer Belastung entstehen.

 

Akute und chronische Schmerzen

Je nach Dauer und Auftreten der Beschwerden unterscheiden Ärztinnen und Ärzte zwischen akuten und chronischen Rückenschmerzen. Als akut gelten Rückenschmerzen, die zum ersten Mal bzw. nach mindestens sechs schmerzfreien Monaten auftreten und maximal sechs Wochen anhalten. Schmerzen die länger als zwölf Wochen andauern, sind als chronisch zu bezeichnen. Dann sollten Sie, gemeinsam mit Ihrer Ärtin/Ihrem Arzt eine kombinierte Therapie aus Schmerz- und Bewegungstherapie sowie gegebenenfalls auch psychotherapeutische Unterstützung in Angriff nehmen. Gerade bei häufigen Rückenschmerzen oder stark ausgeprägten Beschwerden sollte der erste Weg zur Ärztin/zum Arzt führen, um die Ursachen für Rückenschmerzen herauszufinden und eine exakte Diagnose zu erstellen. Auch wenn Rückenschmerzen ganz plötzlich auftreten und von hohem Fieber begleitet werden, sollte rasch eine Ärztin/ein Arzt aufgesucht werden.

 

Der berühmt berüchtigte "Hexenschuss": wenn Bewegung zur Qual wird

Dieser Schmerz kommt meist ohne Vorwarnung, dafür umso heftiger: Durch Bücken, Heben oder durch einfaches Husten. Was umgangssprachlich sehr treffend als "Hexenschuss" bezeichnet wird, wird medizinisch "Lumbago" genannt. Betroffene spüren einen kurzen Stich, der meist in starke Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule übergeht und in ausgeprägten Fällen auch in die Beine ausstrahlen kann. Die Lendengegend schmerzt, weder Sitzen noch Liegen bringen wirklich Besserung. Häufige Ursache für einen "Hexenschuss" ist die Blockierung von Wirbelgelenken oder eine Blockade im Kreuzdarmbeingelenk, zusätzlich verspannt sich zumeist die Muskulatur in diesem Bereich. Dazu kommt, dass in der Lendenregion zahlreiche schmerzleitende Nervenfasern verlaufen. So können bereits geringfügige Auslöser extrem schmerzhafte Attacken verursachen. Vor allem auch dadurch, dass eine Irritation einer Nervenfaser oder sogar des Nervus Ischiadicus (Volksmund: "Ischias") einen quälenden einschießenden oder auch brennenden Schmerz zur Folge hat. 

 

Viele Ursachen können Rückenschmerzen hervorrufen

Allgemein betrachtet können Rückenschmerzen ihre Ursache in verschiedensten Lebenssituationen haben. Beim Sport, im Alltag oder am Arbeitsplatz, die Gefahr vor Verletzungen is allgegenwertig. Die daraus resultierenden Schmerzen können insbesondere beim Anheben schwerer Gegenstände mit der falschen Technik oder langem Verharren in derselben sitzenden Position den Rücken betreffen.

Verletzung bei der Arbeit
Verletzungen am Arbeitsplatz

Häufige Ursachen für Verletzungen am Arbeitsplatz sind Stürze und Unfälle, die vor allem bei der Handhabung und dem Anheben von Gegenständen und schweren Geräten passieren. Aber auch andere Überlastungen können zu Schmerzen der Muskeln und Gelenke führen (z.B. die "Maushand").

Sportverletzung
Verletzungen beim Sport

Sportverletzungen können fast jeden Teil des Körpers betreffen, einschließlich der Muskeln, Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder. Die häufigsten Verletzungsarten beim Sport sind Verstauchungen und Zerrungen. Besonders oft kommt es zu einer Verletzung des Sprunggelenks und des Knies.

Verletzung im Alltag
Verletzungen im Alltag

Auch Alltagstätigkeiten, wie z.B. bei Garten- oder Hausarbeiten, sinid häufige Ursachen für Verletzungen. Schweres Heben, aber auch die falsche Ausrüstung sind häufig verantwortlich für Verletzungen. Verletzungen im Alltag können durch die richtigen Vorsichtsmaßnahmen minimiert werden.

Verschiedenste Tätigkeiten können also im Alltag und am Arbeisplatz Schmerzen im Rückenbereich verursachen. Schon mit kleinen Veränderungen können Sie Ihrem Rücken etwas Gutes tun und Rückenschmerzen vorbeugen. Dabei muss beachtet werden, dass der Schmerz als komplexe Sinneswahrnehmung als Warnhinweis des Körpers dient. Es ist daher wichtig, die richtigen Maßnahmen in Sachen Behandlung und Prävention zu treffen. Neben der aktiven Stärkung der Rückenmuskulatur durch Bewegung gilt es auch die folgenden Ursachen für Rückenschmerzen zu minimieren:

  • Was verursacht Schmerzen im Rückenbereich?
    • Schmerzen im unteren Rückenbereich haben häufig folgende Ursachen:

                            Muskelkrämpfe, Zerrungen oder feine Risse in Muskeln und Bändern

                            Gründe für diese kleinen Verletzungen:

                            Das Anheben oder Tragen von schweren Gegenständen

                            Sitzen oder Fahren in einer gekrümmten Körperhaltung

    • Schmerzen im oberen Rückenbereich haben häufig folgende Ursachen:

                            Eine schwache Muskulatur, die schnell gereizt reagiert

                            Unfälle, übermäßige Belastung oder Sportverletzungen

  • Was verursacht Rückenschmerzen am Arbeitsplatz?
    • Wenn der Beruf die folgenden Tätigkeiten umfasst und diese nicht richtig ausgeführt werden, kann dies ebenfalls zu Rückenschmerzen führen:

                            Falsches Anheben, Tragen oder Ziehen von Gegenständen

                            Langes Sitzen oder Fahren ohne Pausen

                            Langes Stehen oder eine gebeugte Haltung

  • Alltägliche Bewegungen, die Rückenschmerzen verursachen können
    • Rückenschmerzen können u.a. durch die folgenden Alltagsbewegungen ausgelöst werden:

                            Falsches Anheben, Tragen oder Ziehen von Gegenständen

                            Gekrümmtes Sitzen auf Stühlen

                            Langes Stehen oder falsches Beugen von Gelenken

                            Verdrehen oder Überdehnen

                            Langes Sitzen oder Fahren ohne Pause

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Letzter Stand: Mai 2018

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